taggeschichten
morgen morgen ist es soweit: Suna Goes Bikini
ich habe es ja lange hinaus gezögert, aber nun scheint es unvermeidbar. das wochenende ist lang und der sommer ist bereits da. und ich fahr nachhaus nach kärnten. und besitze noch keinen bikini.
mein liebster bikini aller zeiten wurde mir vor vier jahren in einem hotelzimmer in ägypten gestohlen, da bin ich mir sicher, dass ich ihn nicht verloren habe. meine letzjährigen schmuckstücke hatte ich schon zwei jahre zuvor erworben und somit satt und wenn man etwas satt hat, ist man auch nicht bös, wenn die abnutzung das ihrige dazu beiträgt, das verschlusse nicht mehr halten, was sie versprechen: zu verschließen nämlich. also hab ich sie im oktober entsorgt.
bis jetzt hatte ich keine zeit zum bikini kaufen. das wetter war zum glück auch nicht so besonders. nein. ich hatte keine lust. ich hatte vielleicht nicht wirklich angst, aber doch so ein mulmiges gefühl. weil ich es hasse, bikinis zu kaufen. man bekommt dabei immer vorgehalten (meist von einem spiegel), was man seinem körper alles NICHT angetan hat: hunger zum Beispiel, oder ausgiebige körperliche anstrengung und disziplin.
morgen ist es soweit, es gibt kein zurück. und ich werde ihn finden, den perfekten bikini. richtige größe, richtige passform, richtige farbe, richtiger preis. und er wird mir auch passen, diesmal, das zu denken zwingt mich der eingetrichterte optimismus, mit dem ich mich bei solchen herausforderungen immer wappne.
suna goes bikini und ist für alle alle anregungen dankbar, wo man in wien gut und günstig fündig werden könnte!
ich habe es ja lange hinaus gezögert, aber nun scheint es unvermeidbar. das wochenende ist lang und der sommer ist bereits da. und ich fahr nachhaus nach kärnten. und besitze noch keinen bikini.
mein liebster bikini aller zeiten wurde mir vor vier jahren in einem hotelzimmer in ägypten gestohlen, da bin ich mir sicher, dass ich ihn nicht verloren habe. meine letzjährigen schmuckstücke hatte ich schon zwei jahre zuvor erworben und somit satt und wenn man etwas satt hat, ist man auch nicht bös, wenn die abnutzung das ihrige dazu beiträgt, das verschlusse nicht mehr halten, was sie versprechen: zu verschließen nämlich. also hab ich sie im oktober entsorgt.
bis jetzt hatte ich keine zeit zum bikini kaufen. das wetter war zum glück auch nicht so besonders. nein. ich hatte keine lust. ich hatte vielleicht nicht wirklich angst, aber doch so ein mulmiges gefühl. weil ich es hasse, bikinis zu kaufen. man bekommt dabei immer vorgehalten (meist von einem spiegel), was man seinem körper alles NICHT angetan hat: hunger zum Beispiel, oder ausgiebige körperliche anstrengung und disziplin.
morgen ist es soweit, es gibt kein zurück. und ich werde ihn finden, den perfekten bikini. richtige größe, richtige passform, richtige farbe, richtiger preis. und er wird mir auch passen, diesmal, das zu denken zwingt mich der eingetrichterte optimismus, mit dem ich mich bei solchen herausforderungen immer wappne.
suna goes bikini und ist für alle alle anregungen dankbar, wo man in wien gut und günstig fündig werden könnte!
suna - am Donnerstag, 29. Mai 2003, 20:43 - Rubrik: taggeschichten
Manchmal muss man den Entschluss fassen, etwas NICHT zu tun. Ich werde mir Soloalbum nicht ansehen.
Das Buch, mit dem Benjamin von Stuckard-Barre berühmt und berüchtigt wurde - schnöselig und unsympatisch war er bestimmt schon davor. Ein Buch der deutschen Popliteratur und auch wenn ich weder von "kotzen" noch von "koksen" etwas halte: Dieses Buch (und natürlich Kracht's Faserland) mag ich. Sehr.
Zum ersten Mal gelesen in München. Ich war immer früher zuhause als er und hatte Zeit. Ich litt mit dem verlassenen Protagonisten mit, suchte seine Sehnsucht, lächelte über sein Selbstmitleid. Konnte ihn dort sitzten sehen, wie er die anderen verflossenen und neue sucht und immer nie sie findet, die eine, die richtige, zumindest seine erste richtige. Wie er aufbricht zu unsinnigen aktionen, sich ablenkt, glaubt, sich verändern zu müssen, alles mögliche tut, um sie wieder zurück zu gewinnen. Auch wenn er die aussichtslosigkeit schon längst erkannt hat. Es las sich so gut, wunderbar leicht und so einfach bildlich vorzustellen, es wühlte mich auf und ich wollte es weitererzählen und ich wusste, bald würde die Tür aufgehen und ich würde lächeln müssen.
Wieder gelesen vor einigen Wochen im Zug von zuhause nach Wien. Lust auf leichte Literatur und Zeit. Wieder litt ich mit dem Protagonisten, ich glaube fast behaupten zu können, ich übertraf ihn im Leiden. Ich mein, die drei Stunden Zugfahrt, die ich ihn da zum Leiden erwecke, sind ja wirklich REIN GAR NICHTS! Was will der überhaupt? Sich alte platten anhören, sich betrinken, sich einsperren, den job und die stadt wechseln aber dann alles so locker flockig leicht erzählen? Blöde listen machen, schwören, sie nie mehr wieder anzurufen um dann erst recht bei jedem klingeln zu hoffen, dass sie es ist - das ist doch lächerlich, das soll leiden sein? PAH! ICH habe.... Und dann muss ich den Kopf schütteln und lächeln. Als ob ich an den Narben die blieben nun kitzelig wäre.
Und all all all all all das soll ich mir jetzt in einer öden stumpfen auf höchstens 18jährige ausgerichteten deutschen komödie ansehen? Ich verzichte!
Das Buch, mit dem Benjamin von Stuckard-Barre berühmt und berüchtigt wurde - schnöselig und unsympatisch war er bestimmt schon davor. Ein Buch der deutschen Popliteratur und auch wenn ich weder von "kotzen" noch von "koksen" etwas halte: Dieses Buch (und natürlich Kracht's Faserland) mag ich. Sehr.
Zum ersten Mal gelesen in München. Ich war immer früher zuhause als er und hatte Zeit. Ich litt mit dem verlassenen Protagonisten mit, suchte seine Sehnsucht, lächelte über sein Selbstmitleid. Konnte ihn dort sitzten sehen, wie er die anderen verflossenen und neue sucht und immer nie sie findet, die eine, die richtige, zumindest seine erste richtige. Wie er aufbricht zu unsinnigen aktionen, sich ablenkt, glaubt, sich verändern zu müssen, alles mögliche tut, um sie wieder zurück zu gewinnen. Auch wenn er die aussichtslosigkeit schon längst erkannt hat. Es las sich so gut, wunderbar leicht und so einfach bildlich vorzustellen, es wühlte mich auf und ich wollte es weitererzählen und ich wusste, bald würde die Tür aufgehen und ich würde lächeln müssen.
Wieder gelesen vor einigen Wochen im Zug von zuhause nach Wien. Lust auf leichte Literatur und Zeit. Wieder litt ich mit dem Protagonisten, ich glaube fast behaupten zu können, ich übertraf ihn im Leiden. Ich mein, die drei Stunden Zugfahrt, die ich ihn da zum Leiden erwecke, sind ja wirklich REIN GAR NICHTS! Was will der überhaupt? Sich alte platten anhören, sich betrinken, sich einsperren, den job und die stadt wechseln aber dann alles so locker flockig leicht erzählen? Blöde listen machen, schwören, sie nie mehr wieder anzurufen um dann erst recht bei jedem klingeln zu hoffen, dass sie es ist - das ist doch lächerlich, das soll leiden sein? PAH! ICH habe.... Und dann muss ich den Kopf schütteln und lächeln. Als ob ich an den Narben die blieben nun kitzelig wäre.
Und all all all all all das soll ich mir jetzt in einer öden stumpfen auf höchstens 18jährige ausgerichteten deutschen komödie ansehen? Ich verzichte!
suna - am Mittwoch, 28. Mai 2003, 17:04 - Rubrik: taggeschichten
gerade wird auf fm4 AUSFÜHRLICH über weblogs berichtet - the democratic way to share information
Great!
Great!
suna - am Freitag, 23. Mai 2003, 13:26 - Rubrik: taggeschichten
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Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen, um manche Fehler NICHT zu machen, um mehr Zeit zu haben, für das zu Erledigende, um mich gut auszuschlafen und um wieder einmal mi familia de la Habana zu besuchen, die nun endlich (beschränkten) Internet-Zugang hat und mir herrlich cheesy mails schreibt. Es wird alles gut werden, ich weiß es.
Hasta la victoria siempre!

Hasta la victoria siempre!

suna - am Dienstag, 20. Mai 2003, 20:04 - Rubrik: taggeschichten
Morgensport entlang der Lände. Der Weg ist bekanntlich nicht allzu breit. Auf dem Fit-in-den-Sommer-Trip kommt mir eine vierköpfige Familie auf Stadtfahrrädern entgegen. Alle nebeneinander, eine Phalanx sozusagend. Ich halte mich ganz links, nahe dem Abgrund (gut, das ist fast ein bissl zu dramatisch ausgedrückt). Hinter mir klingelts laut, ein- zweimal. Von vorne rückt die Phalanx immer näher, unaufhaltsam. Ich bleibe schön links. Von hinten rufts mit norddeutschem Akzent: "Prinzesserl, sie sind zu schön zum Umfahren! Ausweichen!" "Hahaha" befinden die Kameraden , "aber so sportlich, die junge Dame, das ist schön!"
Pah, wohin soll ich denn, ins Wasser? Renn schnell weiter, die Familie endlich hinter mir gelassen, hoch rot ob des "Prinzesserl" - ICH KANN DAS NICHT AUSSTEHEN!!! Und das noch von drei rund 70jährigen, kahl- und weißköpfigen Männern!
Sie und ihr Gelächter tunlichst ignorierend lass ich sie also vorbei. Als ob sie es so wahnsinnig eilig hätten! Tja und dann fahren sie natürlich ebenfalls nebeneinander. Der in der Mitte kommt ins Wanken. Und wankt noch ein bisschen mehr. Fällt um. Nach links. Der links neben ihm versucht auszuweichen, ist zu langsam, fällt ebenfalls um. Der rechts lacht lauthals, bleibt stehen, setzt sich auf den Boden.
Ganz ganz links laufe ich. Vorbei. Ein bisschen Schadenfreude am Sonntagmorgen.
Pah, wohin soll ich denn, ins Wasser? Renn schnell weiter, die Familie endlich hinter mir gelassen, hoch rot ob des "Prinzesserl" - ICH KANN DAS NICHT AUSSTEHEN!!! Und das noch von drei rund 70jährigen, kahl- und weißköpfigen Männern!
Sie und ihr Gelächter tunlichst ignorierend lass ich sie also vorbei. Als ob sie es so wahnsinnig eilig hätten! Tja und dann fahren sie natürlich ebenfalls nebeneinander. Der in der Mitte kommt ins Wanken. Und wankt noch ein bisschen mehr. Fällt um. Nach links. Der links neben ihm versucht auszuweichen, ist zu langsam, fällt ebenfalls um. Der rechts lacht lauthals, bleibt stehen, setzt sich auf den Boden.
Ganz ganz links laufe ich. Vorbei. Ein bisschen Schadenfreude am Sonntagmorgen.
suna - am Sonntag, 18. Mai 2003, 13:06 - Rubrik: taggeschichten